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Online-Texte, die im Internet gefunden werden sollen, benötigen eine SEO-Optimierung. Gelingt es Ihnen mit SEO-optimierten Texten eine Top-Position in den Suchergebnissen zu erobern, können Sie sich über regelmäßige Seitenbesuche freuen. Hier erfahren Sie, wie Sie in fünf Schritten einen gelungenen SEO-Text verfassen.  

SEO-Texte sind Webtexte, die auf ein gutes Ranking (= Position in den Suchergebnissen) abzielen. Sie werden für Menschen geschrieben, die im Internet Informationen zu einem konkreten Problem suchen. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) verfolgt dabei das Ziel, die einzelnen Unterseiten einer Website mit passenden Keywords auszustatten und zu beschlagworten, damit Suchmaschinen diese verstehen, in einem Verzeichnis einordnen und bei entsprechenden Suchanfragen ausspielen können. Trifft hierbei der bereitgestellte Content die tatsächliche Suchintention („search intent“) der Userin oder des Users, erreicht die Website gute Platzierungen (Seite 1) in den Suchergebnissen (SERPs).

Neben dem Einsatz von Keywords gibt es auch andere SEO-Bausteine, die Sie berücksichtigen können: Aufbau und Struktur des Textes, Meta-Description, Alternative-Tags für die Bildbeschreibung oder Backlinks, also Link-Verweise anderer Websites auf Ihren Content. Diese Bausteine werden als Rankingfaktoren bezeichnet – je mehr der insgesamt rund 200 Rankingfaktoren berücksichtigt werden, desto zuverlässiger werden sich Ihre Bemühungen in den Key-Performance-Indicators (KPIs, deutsch: Leistungskennzahlen) widerspiegeln.

Keywords und Suchintention

Hinter jedem Keyword steht eine bestimmte Suchintention („search intent“), die von der Suchmaschine mithilfe von Algorithmen in der Regel richtig erraten wird. Suchintentionen lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen:

  • Know-Suche (informationsorientierte Suchbegriffe): In diese Kategorie fallen Suchanfragen, bei denen Userinnen und User etwas Bestimmtes wissen möchten. Das kann beispielsweise die Einwohnerzahl der Stadt Wien sein. Die gewünschte Information wird bei einfachen Fragen (auch Know-Simple-Suche) in einem eigenen Kasten oberhalb der normalen Suchergebnisse präsentiert. Die Suchanfrage kann zudem durch ein Featured Snippet, den Text-Auszug eines Artikels, beantwortet werden. Informationsorientierte Suchbegriffe sind die häufigsten Suchanfragen mit einem Anteil von 50 % bis 70 %.
  • Do-Suche (transaktionsorientierte Suchbegriffe): Auf diese Kategorie von Suchanfragen folgt eine bestimmte Handlung am Ende der Recherche. Eine Person möchte beispielsweise ein bestimmtes Produkt kaufen, ein Musikvideo anschauen oder eine App herunterladen.
  • Go-Suche (navigationsorientierte Suchbegriffe): Diese Suchanfragen dienen der Hilfe bei der Navigation und zeigen an, dass ein bestimmter Ort beziehungsweise der Weg dorthin gesucht wird. Navigationsorientierte Suchbegriffe beziehen sich auch auf Inhalte im Netz, wenn beispielsweise eine bestimmte Website gesucht wird.

SEO-Texte schreiben: 5 Schritte

1. Schritt: Fokus-Keyword definieren

Die Arbeit an einem SEO-optimierten Online-Text beginnt mit der Suche nach einem passsenden Keyword:

Wenn Sie sich für ein Fokus-Keyword entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen Short-Tail-Keywords (1-2 Wörter) und Long-Tail-Keywords (ab 2 Wörtern, auch Frage-Sätze). Short-Tail Keywords zeichnen sich durch ein hohes Suchvolumen (monatliche Suchanfragen für einen bestimmten Begriff) und einer hohen Konkurrenz im Netz aus. Außerdem ist hier die Suchintention nicht immer eindeutig: Das Keyword „Italien“ kann sowohl eine informations-, transaktions-, als auch navigationsorientierte Suchintention darstellen.

In vielen Fällen ist es daher zielführender, sich für ein Long-Tail-Keyword zu entscheiden. Diese werden zwar seltener in der Suchmaschine eingegeben, bieten jedoch bessere Chancen für ein gutes Ranking und echte Seitenbesucherinnen und -besucher, die nicht gleich wieder abspringen (Bounce Rate, Absprungrate), sofern Ihr Content nicht den konkreten Bedürfnissen der Userin oder des Users entspricht. Das Fokus-Keyword für den vorliegenden Text lautet „SEO Texte schreiben“.

Worauf Sie im Rahmen Ihrer Keyword-Recherche sonst noch achten können, erfahren Sie im Beitrag: „SEO: So gelingt die Keyword-Recherche“.

2. Schritt: Best Practice: Die ersten Suchergebnisse analysieren

Spätestens jetzt sollten Sie sich einen Überblick zum vorhandenen Content-Angebot für das jeweilige Thema im Netz verschaffen. Hierbei sollten Sie sich die Frage stellen, warum diese Artikel gute Platzierungen (beispielsweise die ersten fünf organischen, also unbezahlten Suchergebnisse) in den Suchergebnissen erzielen und wie die gesuchten Informationen darin aufbereitet werden.

Achtung: Wer andere imitiert, verliert seine eigene Orientierung. Versuchen Sie herauszufiltern, was die Konkurrenz gut macht. Kombinieren Sie die gewonnen Erkenntnisse mit einer neuen Herangehensweise und fügen Sie Ihrem Content neue Elemente hinzu (zum Beispiel: Visual Content, Interviews, neue Perspektiven auf das Thema).

Ein Glückstreffer: Vielleicht gelingt es Ihnen, über ein Thema zu schreiben, wonach gesucht wird, aber zu dem noch kein entsprechendes Angebot im Netz zu finden ist. Ihre Pionierarbeit wird rasch mit vielen Seitenaufrufen belohnt werden.

3. Schritt: Die gelungene Online-Recherche

Jede Online-Recherche ist mit einer bestimmten Herausforderung verbunden: Wie lässt sich aus einer unüberschaubar großen Menge an Information die beste und vertrauenswürdigste herausfiltern? Um Fallstricke im Zuge der Recherche zu vermeiden, sollten Sie möglichst systematisch arbeiten und folgende Punkte beachten:

  • Verschiedene Suchbegriffe verwenden: Geben Sie im Rahmen Ihrer Recherche möglichst verschiedene sinnverwandte Begriffe oder Synonyme in die Suchleiste ein. Verwenden Sie dabei auch Suchoperatoren, mit denen Sie Ihre Suche verfeinern können. Zu guter Letzt sollten Sie organische Suchergebnisse (keine bezahlten Anzeigen) bevorzugen und auch die hinteren Ergebnisseiten durchklicken. Neben Google können Sie außerdem auch andere Suchmaschinen im Zuge Ihrer Recherche einsetzen.
  • Inhalte kritisch bewerten: Um seriöse Inhalte rasch von unseriösen unterscheiden zu können, ist es hilfreich, grundlegende W-Fragen in Bezug auf den Inhalt zu stellen. Überprüfen Sie beispielsweise, wer für eine Website beziehungsweise wer für den jeweiligen Artikel verantwortlich ist. Auch die Aktualität der Internetquelle (Veröffentlichungsdatum) ist für viele Themengebiete von hoher Relevanz.
  • Quellen dokumentieren: Um in Zweifelsfall Informationen überprüfen zu können, können Sie die verwendeten Suchbegriffe sowie relevante Links und PDFs mit einem Datum notieren und in einem Word-Dokument speichern.

Näherer Informationen darüber, wie Sie beim Recherchieren im Netz vorgehen können, erfahren Sie in unserem Beitrag „Corporate Blog: Tipps für eine gute Recherche“.

4. Schritt: Struktur und Verlinkung

Lassen Sie sich Zeit beim Formulieren der Zwischenüberschriften. Diese sollten:

  1. SEO-optimiert sein, daher auch Keywords enthalten
  2. möglichst konkret klarmachen, was die Leserschaft in Bezug auf den Absatz erwarten kann, und
  3. logisch aufgebaut sein.

Platzieren Sie Absätze mit zentralen Informationen zum Thema beziehungsweise zum Kernproblem nach Möglichkeit weit oben im Text. Die Online-Welt ist ungeduldig: Findet eine Person nicht mit wenigen Blicken die versprochene Information, wird sie höchstwahrscheinlich die Seite schließen und weitersuchen.  Die Folge: Eine höhere Bounce-Rate und eine schlechtere User Experience. Die Suchmaschine berücksichtigt das bisherige Verhalten der Userin oder des Users, wenn es darum geht, diesen Artikel ein zweites Mal bei exakt demselben Suchbegriff auszuspielen.

Überschriften (H1, H2, H3, H4, H5) sollten im Sinne eines logischen Aufbaus hierarchisch strukturiert sein. Schenken Sie außerdem der internen Verlinkung Ihre besondere Aufmerksamkeit: Wenn Sie bereits Artikel auf Ihrer Website oder Ihrem Blog veröffentlich haben, versuchen Sie, auf diese zu verlinken und vice versa.

5. Schritt: Einen Online-Text verfassen

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollte Ihnen klar sein, für welche Zielgruppe Sie schreiben. Denn davon hängt ab, ob Sie Ihre Leserschaft mit einem höflichen „Sie“ oder einem amikalen „Du“ ansprechen wollen. Berücksichtigen Sie Ihre Zielgruppe hinsichtlich der Wortwahl und des Schreibstils. Wenn Sie ein fachspezifisches Thema für ein breit gestreutes Publikum abhandeln, können Sie Fachbegriffe und Fremdwörter gerne näher erläutern. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Beitrag „Personas: So verleihen Sie Ihrer Zielgruppe Charakter“.

Für die Textproduktion ist das Hamburger Verständlichkeitsmodell nach wie vor richtungsweisend. Das Konzept beschreibt Regeln für einen klar verständlichen Text und empfiehlt beispielsweise möglichst kurze Sätze. Passivkonstruktionen, Nominalstil (Substantivierungen) und lange Schachtelsätze sollten Sie hingegen vermeiden, da sie den Text häufig komplizierter machen als notwendig.

Nachdem Sie die erste Rohfassung Ihres SEO-Textes geschrieben haben, beginnt die Überarbeitung. Mithilfe von Korrekturschleifen nach dem 4-Augenprinzip gewinnen Texte so gut wie immer an Qualität.

SEO Texte schreiben: Tools und Hilfsmittel

SEO-Texte können Sie prinzipiell auch ohne Tools und Hilfsmittel schreiben – abgesehen von Informationen, die Sie direkt von einer Suchmaschine beziehen können (zum Beispiel bei Google: „Verwandte Suchanfragen“, bei Bling: „Ähnliche Suchvorgänge“). Dabei verzichten Sie jedoch auf wichtige Einblicke wie zum Beispiel Suchvolumen, Konkurrenz, erweiterte Keyword-Vorschläge, WDF*IDF-Analysen (Termgewichtungsanalysen, Verteilung themenrelevanter Begriffe innerhalb eines Textes), User-Metrik. Insbesondere wenn Sie Ihren Content in einem laufenden Prozess optimieren wollen, benötigen Sie die Hilfe spezialisierter Online-Tools:

Kostenlos:

  • Free Keyword Generator: Das kostenlose Online-Tool eignet sich für die Keyword-Recherche.
  • Google Search Console: Die Search Console ist nach wie vor das Nonplusultra für die SEO-Optimierung einzelner Texte, die sich auf einer Website befinden. Analysiert wird hierbei der Traffic (Seitenbesucher) Ihrer Website beziehungsweise auch andere wichtige KPIs. Diese Daten erlauben Rückschlüsse auf Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten.
  • Google Ads: Das Tool richtet sich in erster Linie an Personen, die Anzeigen schalten beziehungsweise Suchmaschinenwerbung (SEA) betreiben wollen. Darüber hinaus können Sie mit dem Keyword-Planner Schlüsselbegriffe recherchieren.

Kostenpflichtig:

  • Ryte.com: Mit Ryte können Sie Ihre Website analysieren, Schwachstellen identifizieren und die User Experience verbessern. Für eine umfassende SEO-Arbeit bietet Ryte außerdem die Möglichkeit, die beiden Google-Tools Search Console und Analytics zu implementieren.
  • Sistrix.de: Sistrix bietet anschauliche Analysen in Bezug auf die gesamte Website im Verhältnis zu konkurrierenden Websites.
  • Seolyze.com: Das Online-Tool bietet semantische Textanalysen für Web-Inhalte (WDF*IDF-Analysen) und zeigt an, welche wichtigen Schlüsselbegriffe in einem Text vorkommen sollten. Somit eignet sich Seolyze insbesondere für die textliche Optimierung des bestehenden Contents.

SEO-Texte optimieren: ein laufender Prozess

Sie haben Ihren SEO-optimierten Text veröffentlicht? Sehr gut. Nun beginnt allerdings der zweite Teil der Suchmaschinenoptimierung: die Beobachtung (Monitoring) und Optimierung Ihres Contents. Wenn Sie beispielsweise feststellen, dass sich Userinnen und User für einen bestimmten Aspekt Ihres bereitgestellten Contents interessieren, sollten Sie sich überlegen, diesen Aspekt näher zu behandeln. Überarbeitungen und Content-Pflege – beispielsweise für sogenannten „Evergreen-Content“, der nicht oder im Laufe der Zeit nur wenig an Aktualität verliert – sind wichtige Eckpfeiler der Suchmaschinenoptimierung und sorgen für die Traffic-Steigerung. SEO-Arbeit ist daher, wie jede Optimierung, ein laufender Prozess ohne Deadline. Denn die Konkurrenz schläft nicht.

 

Bildquelle: pixabay.com

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Wer ein besseres Ranking für eine Website beziehungsweise für Website-Inhalte erzielen möchte, sollte die Funktionsweise der größten Suchmaschine zumindest in den Grundzügen verstehen. Vor diesem Hintergrund stellen wir Ihnen in diesem Beitrag die 13 wichtigsten Google-Rankingfaktoren vor.

Google-Rankingfaktoren sind komplexe Algorithmen, die zum Ziel haben, bei jeder Suchanfrage im Internet die relevantesten Ergebnisse in den SERPs (= Search Engine Result Pages) zu präsentieren. Hierbei greifen sie auf das Herzstück der Suchmaschine zurück – den Google-Suchindex, der wie ein Stichwortverzeichnis funktioniert und die wichtigsten Informationen über Milliarden von Webseiten enthält. In Bruchteilen von Sekunden werden unzählige Suchergebnisse in entsprechender Reihenfolge aufgelistet. Der Google-Suchindex bezieht seine Metadaten wiederum von sogenannten Web-Crawlern (auch Searchbots oder Spiders), die in kurzen Intervallen das World Wide Web durchsuchen und alle Inhalte analysieren. Diese Crawler besuchen eine Website, springen dabei von Link zu Link, registrieren Veränderungen im Content und senden alle Informationen an den Google-Server.

Google Rankingfaktoren

Insgesamt gibt es rund 200 Rankingfaktoren, die Google hinsichtlich des Rankings berücksichtigt. Diese beziehen sich beispielsweise auf die Qualität des jeweiligen Contents, die gesamte Website, Interaktionen der Nutzerinnen und Nutzer, Social-Media-Signale oder auch sogenannte Backlinks. Darüber hinaus kommen auch immer allgemeine Algorithmus-Regeln zur Anwendung: Suchmaschinen bemühen sich in den Suchergebnissen prinzipiell um eine hohe Domain-Vielfalt. Frischer Content kann daher gegenüber veraltetem Content bevorzugt werden. Auch das eigene Suchverhalten sowie der individuelle Browserverlauf beeinflussen, was am Bildschirm ausgespielt wird.

Gut zu wissen: Wenn Sie bei einer bestimmten Suchanfrage eine möglichst objektive Darstellung der Suchergebnisse haben möchten, müssen Sie in den Inkognito Modus wechseln. Andernfalls berücksichtigt der Browser Ihre Suchgewohnheiten beziehungsweise frühere Suchanfragen.

Ratgeber-Artikel mit realistischen Einschätzungen von anerkannten SEO-Experten, welche die wichtigsten Google-Rankingfaktoren sind, gibt es in Unmengen. Berücksichtigen sollte man jedenfalls: Je mehr Detailaspekte Sie im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung umsetzen, desto nachhaltiger spiegeln sich die Ergebnisse Ihrer Bemühungen in den Suchergebnissen wider. SEO ist im Übrigen ein wichtiges Werkzeug für erfolgreiches Content Marketing.

Die 13 wichtigsten Google-Rankingfaktoren 2022

Die nachfolgende Liste orientiert sich an einer Aufstellung von 13 entscheidenden Rankingfaktoren des international bekannten SEO-Experten Brian Dean:

1. Contentqualität

Das wichtigste zuerst: Wir schreiben für Menschen und nicht für Suchmaschinen. Darum gilt auch in der Welt der Suchmaschinenoptimierung: „Content is king.“ Wer also gute Inhalte erstellt, hat bereits mehr als die Hälfte des Weges hinter sich. Geht es um Contentqualität, ist vor allem eine Frage entscheidend: Stellt Ihr Content das zur Verfügung, wonach eine Userin oder ein User sucht?

Einer der sichersten Wege, um einen hohen Grad an Contentqualität zu erreichen, ist die Länge des Textes bei konstanter inhaltlicher Qualität. Je mehr Teilaspekte eines Themas behandelt werden, umso umfangreicher wird der Text, umso besser ist in der Regel auch die Keyword-Ausprägung und umso wahrscheinlicher wird die Suchintention der Seitenbesucherin oder des Seitenbesuchers befriedigt. Ferner ist auch eine logische Strukturierung des Textes wichtig für seine Qualität: Sie macht den Text einerseits lesefreundlich, andererseits helfen Sie auch Suchmaschinen durch Zwischenüberschriften (H2, H3, H4) vor den einzelnen Absätzen, die Logik des Textes zu erfassen.

Visual Content spielt hier neben der Textebene eine weitere zentrale Rolle in der Attraktivität des Contents. Videoformate werden hier zunehmend wichtiger, aber auch mit guten Fotos können Sie aus der Menge herausstechen. In unserem Artikel zum Thema Traffic steigern durch Visual Content finden Sie hierzu weiterführende Informationen.

2. Einzigartigkeit des Contents

Je unterschiedlicher die zuverlässigen Quellen sind, die für die Recherche herangezogen werden, desto einzigartiger ist für gewöhnlich auch der Content. Sogenannter „Duplicate Content“, also doppelte Internet-Inhalte à la Copy & Paste, werden von Google mit schlechteren Rankings abgestraft. Darüber hinaus kann sich die Einzigartigkeit auch durch das Thema beziehungsweise durch das Keyword ergeben: Je exotischer oder spezifischer die Themenwahl für Ihren Artikel, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass das Internet hierzu noch nicht viele Inhalte darbieten kann. Die eigene Erfahrung zu einem Thema kann außerdem niemand mit denselben Worten wiedergeben.

3. Indexierbarkeit

Für gute Rankings ist es unerlässlich, dass die ganze Website sowie alle Unterseiten von Searchbots gecrawlt und indexiert werden können. Hier geht es also darum, dass die Suchmaschine die inhaltlichen Zusammenhänge einer Website versteht, alle Inhalte zu diesem Zweck erfassen und bei entsprechenden Suchanfragen auch ausspielen kann.

Mit Hilfe der Google Search Console lassen sich Einstellungen in Bezug auf die Indexierbarkeit schnell und unkompliziert durchführen: Inhaberinnen und Inhaber von Websites können hier festlegen, wie ihre Website gecrawlt werden soll. Außerdem besteht die Möglichkeit, mittels Search Console bestimmte URLs erneut zu crawlen oder das Crawling für bestimmte Inhalte auch zu verhindern.

4. Mobile Optimierung

Wer sich darüber informiert, mit welchen Geräten Seitenbesucherinnen und Seitenbesucher auf eine Website gelangen, wird feststellen, dass viele Seitenaufrufe über mobile Endgeräte wie Smartphones erfolgen. Aus diesem Grund ist eine optimale Darstellung der Website auf einem Smartphone mindestens genauso wichtig wie die Darstellung am Desktopgerät. Responsive Webdesign, womit Webseiten auf allen Endgeräten optimal angezeigt werden kann, ist mittlerweile Standard.

5. Backlinks

Backlinks sind Link-Verweise, die von anderen Websites ausgehend auf Ihre Website verweisen. Durch diese „Zitate“ gewinnt die Ziel-Website in den Augen der Suchmaschine an Reputation ­– ähnlich wie in der Welt der Wissenschaft. Dadurch verbessert sich die sogenannte Domain-Autorität, die sich wiederum positiv auf das Ranking aller Unterseiten einer Website auswirkt. Gekaufte Backlinks führten in der Vergangenheit zu einem Ranking-Boost diverser Webseiten. Mittlerweile erkennt Google jedoch gekaufte Backlinks und straft die unlautere Methode rigoros ab.

6. Domain-Autorität

Der Rankingfaktor „Domain authority“ beschreibt, wie kompetent Google eine Website in Verhältnis zu einem Thema oder Fachgebiet einschätzt. Handelt eine Website ausschließlich über den Anbau von Lavendel und bietet hierzu jede Menge Content an, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Google dieser Website eine sehr hohe Domain-Autorität zu diesem Thema verleiht. In diesem Fall profitieren alle Beiträge einer Website von ihrer Domain-Autorität. Enthält die Domain außerdem das zentrale Keyword, beispielsweise „www.lavendel.at“, wirkt sich das ebenfalls positiv auf die Domain-Autorität aus. Neben den bereits besprochenen Backlinks ist aber auch die Qualität des Contents dafür ausschlaggebend.

7. Ankerlinks

Ankerlinks sind interne Links, die den Web-Crawlern Hinweise auf den verlinkten Inhalt geben. Sie sind zentrales Element der Linkstruktur einer Website. Aus diesem Grund sollten nur entsprechende und definierte Keywords mit der Zielseite verlinkt sein. Dadurch verbessert sich auch die Usability einer Website, da Ankerlinks den Userinnen und Usern helfen, sich durch die Website zu navigieren.

8. Ladegeschwindigkeit der Seite

Einer der wichtigsten Aspekte in Bezug auf die Ladegeschwindigkeit einer Seite ist für gewöhnlich die Größe der Bilddateien. Aus diesem Grund definieren Betreiberinnen und Betreiber einer Website oder eines Blogs einheitliche Bildformate. Aber auch andere Aspekte können die Geschwindigkeit Ihrer Website beeinflussen. Ein umfangreiches Tool, mit denen Sie zielgenau Verbesserungen vornehmen können, ist PageSpeed Insights.

9. Verwendung von Keywords

Jeder Text, der gute Rankings erreichen möchte, muss die entsprechenden Keywords enthalten, für die er ranken möchte. Diese sollten auf natürliche Weise im Text eingestreut sein: Hier sollte man zwischen Keyword-Stuffing und dem Auslassen relevanter Keywords den goldenen Mittelweg finden. Ein eigenes Thema ist neben der Verwendung auch das Aufspüren wichtiger Keywords. Näheres zum Thema finden Sie auch in unserem Beitrag SEO: So gelingt die Keyword-Recherche.

10. Google RankBrain

Google RankBrain ist erstmals 2015 zum Einsatz gekommen, um alle neuartigen und nie dagewesenen Suchanfragen (rund 15 % aller Suchanfragen) zu beantworten. Zu diesem Zweck greift das System auf Machine Learning und Künstlicher Intelligenz zurück: RankBrain errät eigenständig die Semantik einer Suchanfrage aufgrund von ähnlichen, bereits getätigten Suchanfragen. Laut Google handelt es sich um einen der wichtigsten Google Rankingfaktoren, welcher inzwischen bei jeder Suchanfrage im Hintergrund unterstützend mitarbeitet.

11. Suchintention befriedigen

Google erkennt, wenn Userinnen und User sich durch die Ergebnisse durchklicken („Pogosticking“). Sobald ein Ergebnis den Vorstellungen der Userin beziehungsweise des Users entspricht, weil er auf dieser Seite längere Zeit verweilt und interagiert, wird dieses Suchergebnis bei derselben Suchanfrage beim nächsten Mal ein besseres Ranking beanspruchen können.

Ob die Suchintention befriedigt wird oder nicht, erkennen Sie unter anderem an der Bounce Rate. Diese beschreibt, wie lange eine Userin beziehungsweise ein User auf der Website verweilt, ehe sie „abspringt“. Näheres zu diesem Thema können Sie auch in unserem Beitrag Bounce Rate ­– verstehen und verbessern nachlesen.

12. Content Freshness

Frischer Content kann für ein bis zwei Tage bessere Rankings erzielen. In dieser Anfangsphase beobachtet Google nämlich, wie Userinnen und User auf den Inhalt reagieren. „Freshness“ ist allerdings auch Monate später ein Thema, da auch ein älterer Beitrag aktuell sein beziehungsweise aktualisiert werden kann.

In diesem Zusammenhang empfehlen Content Marketer die Produktion von sogenanntem „Evergreen Content“. Hierbei handelt es sich um Artikel, die nicht in besonderer Weise zeitgebunden sind und mit Hilfe von gelegentlichen Nachbesserungen nichts an Aktualität einbüßen. In Zusammenhang mit Evergreen Content sollte daher beispielsweise vermieden werden, Jahreszahlen in der URL zu verwenden. Ein Artikel zu Sonnenbrillen-Trends kann so jedes Jahr angepasst und mit der entsprechenden Jahreszahl im Titel und in der Meta Description ausgestattet werden.

13. E-A-T

E-A-T sind von Google definierte Indikatoren, die unterschiedliche Rankingfaktoren umfassen und daher als abstrakte Kategorien zu verstehen sind. Die Abkürzung steht für Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (Englisch: Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Dieser Rankingfaktor ist vor allem für sogenannte YMYL-Themen („Your Money or Your Life“) ausschlaggebend: Gemeint sind hier Finanz- und Rechtsthemen sowie Gesundheitsthemen.

Konkret bedeutet E-A-T, dass Google etwa einen Artikel zum Thema Diabetes besser bewertet, wenn dieser von einer Ärztin beziehungsweise von einem Arzt verfasst wurde. Da es sich hier um Fachgebiete handelt, in denen Fehlinformationen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen können, werden verschiedene Faktoren wie zum Beispiel die Domain-Autorität oder eben auch die Qualifikation der Autorin oder des Autors in das Ranking miteinbezogen.

Bildquelle: pexels.com

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In diesem Beitrag wollen wir uns dem Thema Content Marketing etwas fortgeschrittener widmen, beginnend mit der Frage, wie durch die Wahl der richtigen Keywords ein hohes Ranking der eigenen Inhalte in der Google Suche erreicht werden kann.

Ein wichtiger Faktor ist hierbei die „Keyword-Recherche“. Darunter verstehen wir ein Set von Techniken inklusive des Einsatzes entsprechender Tools, um die richtigen beziehungsweise besten Suchworte und -phrasen zu identifizieren. Ideal sind in diesem Fall Worte oder Phrasen, die Userinnen und User verwenden würden, wenn Sie genau nach jenen Inhalten suchen, die auf der entsprechenden Webseite angeboten werden. Für diesen Artikel könnte das etwa sein: „Keyword-Recherche leicht erklärt“.

Die richtigen Suchbegriffe finden

Das bringt uns zur zentralen Aufgabenstellung in der Keyword Recherche: Zu verstehen und zu durchschauen, wie Userinnen und User ticken, wenn sie suchen. Diese Sichtweise ist uns schon beim Thema Customer Journey begegnet und tatsächlich ist Keyword-Recherche eine wichtige Methode beim Versuch, Userinnen und User an möglichst vielen Touch-Points abzuholen.

Nehmen wir die Top-Suchbegriffe auf Google im Jahr 2019 (für Österreich): Die Plätze 1-4 („Strache“, „Notre Dame“, „Dominic Thiem“ und „EU-Wahlergebnisse“) sind vor dem Hintergrund der Nachrichtenlage gut erklärbar. Nummer 5: „iPhone 11“. Anzunehmen gewesen wären Suchbegriffe wie „iPhone 11 kaufen“ oder „iPhone 11 neue Funktionen“, aber bloß „iPhone 11“? Würde jemand, der Allgemeines über das iPhone 11 wissen will, nicht einfach auf die Apple Homepage gehen und sich informieren? Offenbar eher weniger.
Was ist eigentlich das Suchergebnis von „iPhone 11“? An erster Stelle Apple selbst, gefolgt von den üblichen Verdächtigen in E-Commerce und Mobilfunk; die Plätze 1-20 zeigen eigentlich keine Überraschungen. Bei „iPhone 11“ handelt sich um ein sogenanntes „Short-Tail Keyword“, das sind sehr allgemeine, sehr häufig verwendete Suchwörter. Und auch sehr unspezifische, denn sie lassen kaum Rückschlüsse zu, was die Userin/den User zu seiner Suche bewegt hat.

In dem Zusammenhang wird auch gerne das Bild des „Funnels“ (Trichter) herangezogen: Oben kommen in den Trichter alle Userinnen und User rein, die ein bestimmtes Thema verfolgen (Aufmerksamkeit/“Attention“). Nach unten verdichtet sich dann die Motivlage und das Involvement – aus Attention wird Interesse („Interest“), schließlich Verlangen („Desire“). Das klassische AIDA Modell, an dessen Ende beim Ausgang des Trichters, die Action, also meist ein Kauf, steht. Personen, die Short-Tail Keywords verwenden, stehen meist ganz oben im Funnel.

Was nicht ausschließt, dass ein kleiner Teil von ihnen sehr schnell kaufbereit ist. Deshalb machen solche Keywords für Angebote Sinn, die eine entsprechende Breite von möglichen Motiven abdecken können – wie die großen E-Commerce Shops. Amazon, MediaMarkt und Co bieten umfassende Informationen zum iPhone, User-Ratings und Vergleiche, dazu Top-Preise und gegebenenfalls sogar Service. Wer also nach „iPhone“ sucht, ist bei diesen Playern heiß begehrt, egal wie stark die Kaufintention der Person tatsächlich schon ausgeprägt ist. Hauptsache, sie landet erst mal im eigenen Shop und kann mit Tracking-Cookies, Newsletter und Social Media auf ihrer User-Journey begleitet und beeinflusst werden.

Für die meisten Unternehmen machen „Short-Tail“ Keywords nur wenig Sinn. Sie sind besser beraten, sich mit „Mid-Tail“ und „Long-Tail“ Keywords zu beschäftigen – etwa: „iPhone Display austauschen“. Diese sind weit spezifischer und lassen wesentlich besser auf das Suchmotiv der Userinnen und User schließen.

Tools zur Keyword-Recherche

Google stellt mit dem Keyword Planer ein kostenloses Tool zur Verfügung, das dabei unterstützt, sich einen Überblick über verfügbare und relevante Keywords zu verschaffen, inklusive Zahlen über die Häufigkeit ihrer Verwendung in Suchen.
Daneben gibt es unzählige weitere Software für die Keyword-Planung, etwa Ubersuggest oder Keyword.io. Neben Analyseinformation helfen diese mit Thesaurus Funktion auch bei der Suche nach inhaltlich passenden Sprachvarianten, also etwa „iPhone 11 Display reparieren“ oder „iPhone 11 Bildschirm kaputt“.

Fazit: Bei der Recherche und Festlegung von Keywords steht jedenfalls der Leitgedanke des Content Marketing im Vordergrund: Es geht immer um die Userin/den User. So sollten nicht nur Marketers denken, so denken vor allem die Software Genies von Google. Mit ihren Artificial Intelligence Algorithmen sind diese nämlich längst in der Lage, die tatsächliche Bedeutung eines Keywords für einen Text zu beurteilen und diesen entsprechend weit vorne (oder hinten) im Suchergebnis zu zeigen. Womit es letztlich auf den Inhalt selbst ankommt.

Bildquelle: 2019 JOSEP SURIA - Adobe Stock, unsplash.com

 

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